Sachsen / Landkreis Leipzig.
Für rund 151.000 Primarschüler geht am Montag die Schule wieder los.
Dafür wurde heute die neue Corona-Schutzverordnung vom Kabinett verabschiedet.
Demnach können die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen und der Primarstufe der Förderschulen wieder ihre Schule besuchen.
Allerdings wurde die Schulbesuchspflicht aufgehoben, sodass Eltern aufgrund der Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus selbst über den Schulbesuch entscheiden können.
Auch den Schülern der Unterstufe an den Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wird der Schulbesuch wieder ermöglicht.
Für die Kleinsten sind Kindertageseinrichtungen ab dem 15. Februar ebenfalls wieder geöffnet.

»Wir dürfen nicht vergessen, was gerade mit den Jüngsten passiert, wenn sie noch weiter im Lockdown verharren. Um Lesen, Rechnen und Schreiben zu lernen, brauchen die Kinder die direkte Kommunikation mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Unter der Isolation im Lockdown leiden Kinder besonders«

, begründete Kultusminister Christian Piwarz den Schritt.

Voraussetzung: Inzidenz muss stabil bleiben

Die Corona-Schutz-Verordnung sieht aber auch die Schließung der Einrichtungen vor, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb eines Landkreises oder Kreisfreien Stadt an fünf Tagen andauernd überschritten wird.
Dieser Mechanismus greift allerdings frühestens ab dem 8. März.
Der Präsenzunterricht an Grundschulen und die Kindertagesbetreuung kann wiederaufgenommen werden, wenn der 100-er Inzidenzwert an fünf Tagen unterschritten wird.
Momentan ist der höchste Inzidenzwert in Pegau zu verzeichnen mit 363,6 und der niedrigste in Elstertrebnitz mit 0,0 laut den Angaben der sächsischen Staatsregierung.

Für Besuch der Bildungseinrichtungen gelten strenge Hygieneauflagen

In Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und den Schulen der Primarstufe findet nur eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen in festgelegten Räumen oder Bereichen statt.

»Wir haben uns bewusst nicht für ein Wechselmodell an Grundschulen entschieden, weil die Schülerinnen und Schüler gerade nach zwei Monaten des häuslichen Lernens ein kontinuierliches, den pädagogischen Anforderungen entsprechendes Lernen dringend benötigen. Ebenso brauchen sie den direkten Austausch mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, aber auch mit ihren Mitschülern. Nicht zuletzt wäre ein Wechselmodell für die Eltern organisatorisch kaum zu bewerkstelligen«

, so Kultusminister Christian Piwarz.
Vor dem Eingangsbereich der Einrichtungen, im Schulgebäude und auf dem Schulgelände ist grundsätzlich das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und sonstiges Personal verbindlich.
Der Unterricht und der Aufenthalt im Gruppenraum des Hortes sind davon ausgeschlossen.
Auch auf dem Außengelände von Grund- und Förderschulen sowie von Horten ist bei dem Aufenthalt unter Beibehaltung der festen Klassen und festen Hortgruppen das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nicht notwendig, teilt das Kultusministerium mit.

Teilnahme nur ohne Symptome

Am Schulbetrieb dürfen nur Kinder, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und sonstiges Personal ohne Krankheitssymptome teilnehmen.
Entsprechendes gilt für Kindertagesstätten.
Eine Gesundheitsbestätigung muss aber nicht mehr vorgelegt werden.
Wer eine Einrichtung der Kindertagesbetreuung oder eine Schule betritt, hat sich unverzüglich die Hände gründlich zu waschen oder mit einem zumindest begrenzt viruziden Mittel zu desinfizieren.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen bereits im Präsenzunterricht sind, ermöglicht die neue Corona-Schutz-Verordnung ab dem 22. Februar den Schulbesuch für weitere Schüler.
Die Öffnung gilt für die Schüler der Abschlussklassen an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen sowie für die Schüler im Berufsgrundbildungsjahr und Berufsvorbereitungsjahr.
Weitere Informationen zum Kita- und Schulbetrieb gibt es auch im Blog des Kultusministeriums

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