Wirbel um Bildung der KiTa-Gruppen: Wann geht Knirpsenhaus Machern wieder in Normalbetrieb?

NACHGEFRAGT!
Machern.
Aufregung gibt es derzeit in der Kindertagesstätte “Knirpsenhaus”.
Dort wurde kürzlich der Elternschaft mitgeteilt, dass die vorübergehend gebildeten Gruppen zur Corona-Pandemie-Zeit auch jetzt bei normalen Regelbetrieb genau so bestehen bleiben.
Kinder, die während der turbulenten Schließ- und Notbetreuungszeit übergangsweise aufgrund der Corona-Verordnung des Freistaates Sachsen in neue Gruppen aufgeteilt wurden, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren, sollen nun nicht mehr in ihre gewohnten KiTa-Gruppen zurück dürfen, wie WLL vertraulich mitgeteilt wurde.
So können derzeit viele Kinder nicht mehr mit ihren gewohnten Erziehern und Freunden ihren Kindergartenalltag genießen. Stattdessen müssen sie mit ihnen unvertrauten Erzieher/innen und Kindern durcheinander gewürfelt in den Gruppen ausharren, die während der Pandemiesituation durch die Kindereinrichtung gebildet wurden.
Gewohnte Strukturen, Bezugserzieher und soziale Kontakte zu ihren Kindergartenfreunden fallen somit weg, bei den Vorschulkindern wird ein ordentlicher Abschluss der Kindergartenzeit inklusive Zuckertütenfest verwehrt.
Die Elternschaft ist zu großen Teilen um das seelische Wohlergehen ihrer Zöglinge besorgt, heißt es in dem vertraulichen Schreiben, das WLL vorliegt.
Von Kindern, die Zuhause seit der neuen Kindergartensituation aggressive oder weinerliche Verhaltensweisen zeigen, ist ebenso die Rede wie von Schlafstörungen, Unausgeglichenheit, Zurückgezogenheit und der Angst, in den Kindergarten zu gehen – wenn dort sowieso die Freunde fehlen.
Zudem hätten einige Erzieher Urlaub, wodurch es zusätzlich zum eigentlichen Personalmangel und Krankenstand zu Betreuungs-Engpässen käme, heißt es weiter.
Weshalb die Gruppen nicht wieder in die gewohnten Strukturen wie vor der Pandemie zurückgeführt werden können, ist indes momentan nicht klar.
Nach außen gedrungen ist, dass das Tauschen der jeweiligen Räume, das Umräumen der Spielzeuge und gruppenrelevanten Sachen mit zu viel Aufwand verbunden sei, zumal in 4 bis 5 Wochen durch den Weggang der Vorschulkinder ja wieder alles umstrukturiert werden müsse.
Das gesamte Kollegium hätte im Team entscheiden, dass es demzufolge nicht so sinnvoll sei, die Gruppen für ein paar wenige Wochen bis zur Sommerschließzeit zurückzumischen.
Erzieher/innen wollten aus arbeitsrechtlichen Gründen WLL gegenüber offiziell keine Stellung dazu nehmen.
Sie seien vielmehr dazu angehalten worden, der Presse keinerlei Auskünfte zu geben.
Ebenso wurde eine Kontaktaufnahme via WhatsApp-Gruppen zwischen Elternschaft und Erziehern vorerst unterbunden.
Die KiTa-Leitung äußerte sich WLL gegenüber bisher zu dem Sachverhalt nicht, es gab keine Reaktion zur Anfrage.
Vorbildlich dagegen läuft es seit Montag in der Gerichshainer Kita: Dort ist der Regelbetrieb wieder hergestellt, so wie vom Bildungsministerium für alle sächsischen KiTa´s angedacht war.
Am Donnerstag nimmt sich die Amtsleiterin des Bürgeramtes Frau York der Sache an: Zusammen mit der KiTa-Leiterin Frau Hellmund und der Elternschaft ist für Donnerstag ein Gespräch anberaumt.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: