+++Nachgefragt+++
Borsdorf.
Am 26.Februar fand in den Räumen des neuen Gebäudes der „igefa“ die Bürgerwerkstatt ‚Aktion Partheland‘ statt.
Echte Bürgergeteiligung soll schließlich beim ‚Projekt Partheland‘ im Vordergrund stehen – miteinander ins Gespräch kommen und Ideen bündeln zusammen mit den Lokalpolitikern der beteiligten Kommunen.
Das Konzept ging auf:
Der Einladung folgten rund 50 Leute, darunter die Bürgermeister und eine große Anzahl von Gemeinderäten der beteiligten Kommunen.
Einleitend erklärten die Projektentwickler, wozu der Zusammenschluss zu einer „Region Partheland“ dient und welche Projektstadien bislang durchlaufen wurden.
Dabei sollten Fragen wie „Wofür steht das Partheland?“, „Wie möchten wir unser Miteinander organisieren?“ oder „Welchen Nutzen wollen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern bieten?“ im Mittelpunkt stehen.
Der Fokus lag aber auch darauf:
Die beteiligten Kommunen sollen beim ‚Aktionsraum Partheland‘ ihre Eigenständigkeit behalten, aber gleichzeitig die Vorteile des Zusammenschlusses nutzen können.
Vier große Tische zu den Themenbereichen, Verwaltung, Umwelt und Ordnung, Tourismus und Digitalisierung luden zu einem interkommunalen Austausch ein.
Um jeden Tisch fand sich eine Gruppe zusammen, brachte dort moderiert Ideen zum Thema ein und ging nach zehn Minuten zum nächsten Tisch/Themengebiet.
Anschließend erfolgte die Auswertung.
So kamen viele Ideen, zum Teil auch sehr konkret ausgestaltet, zustande.
Folgende Ideen gab es:
In der Verwaltung soll Personal gemeinsam genutzt werden, Stellenausschreibungen gemeinsam durchgeführt werden, auch Ausbildungsplätze in der Verwaltung sollen angeboten werden.
Im Tourismus soll es einen Radrundweg geben, einen gemeinsamen Veranstaltungskalender, eine Abstimmung von Festterminen, damit die Kommunen nicht konkurrieren müssen.
Im Rahmen der Kultur sollen die Bibliotheken verbunden werden, sodass mit einem Ausweis auch die Bibliotheken anderer Gemeinden genutzt werden können.
Beim Stichwort Digitalisierung ging es um die Vernetzung der Gemeindeportale, um eine Übersicht mit dem Ziel „Wo finde ich was?“, um die Gemeindeblätter und die Sitzungen.
Das Thema Umwelt, Ordnung und Jugend will die Bürger zusammen bringen, die sich in dem Gebiet engagieren.
Die Jugend soll zusammen geführt werden, was im ländlichen Raum oft eine große Herausforderung darstellt.
Insgesamt lief die Bürgerwerkstatt gut an.
Eine Kommunal- und Unternehmensberatung aus Leipzig nimmt die Koordination und Planung der Treffen in die Hand, wie Juliane Superka vom Merkurhaus bestätigte:
„Wir begleiten das Projekt zur interkommunalen Zusammenarbeit im Partheland und stehen daher in engem Austausch mit den Bürgermeistern der beteiligten Städte und Gemeinden.
In der regelmäßigen Lenkungsgruppensitzung haben wir gemeinsam die Bürgerwerkstatt geplant.
So wurden unter anderem auch Einladungen in den Amtsblättern veröffentlicht, Beiträge auf den jeweiligen Internetseiten hochgeladen und ein Zeitungsartikel in der Muldentalzeitung veröffentlicht.“
In der nächsten Zeit sind weitere ähnliche Treffen geplant, eine rege Bürgerbeteiligung gefragt.

Vor Ort: Jana Strehle
Redaktion: Astrid Schubert

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: