Michael Konecny: Verkrustungen auflösen – die Gemeinde ist bereit für einen Wandel

+++Bürgermeister-Check+++

Machern.
Mehr Bürgerbeteiligung und wieder mehr Miteinander liegt Bürgermeisterkandidat Michael Konecny (Wir sind Macher/n) sehr am Herzen.
Den Schuldenabbau im Fokus haben und gleichzeitig viele Ideen für die Gemeinde umsetzen sind seine Ziele.

Bild: Michael Konecny
Herr Konecny, Sie möchten gern Bürgermeister in Machern werden.
Können Sie den Machernern ein bisschen was über sich erzählen?

Mein Name ist Michael Konecny.
Ich bin 49 Jahre alt und wohne seit 1995 im Muldental, seit 2003 in Machern. Gebürtig komme ich aus Leipzig.
Ich bin seit 15 Jahren verheiratet und Vater dreier Kinder – der älteste Sohn studiert in Freiberg, die beiden Töchter gehen in Machern und Brandis zur Schule.
Ich bin selbstständiger Unternehmer und betreibe seit 23 Jahren in Leipzig/Leipziger Land eine Autovermietung.
Meine freie Zeit widme ich der Familie und unserem Hund sowie dem Elternrat der Grundschule Machern, dies bis vergangenes Jahr als Vorsitzender.
In dieser Funktion war ich auch im Kreis- und Landeselternrat tätig.
Seit 2013 bin ich Mitglied der Wählvereinigung „Wir sind Macher(n)“, dessen Gründungsmitglied ich bin.
Ok, dann machen wir jetzt den Bürgermeistercheck.
Was fällt Ihnen zu folgenden Themen, die die Gemeinde betreffen, ein:

-Kindertageseinrichtungen und Schule in Machern…

Dies ist eines der wichtigsten Themen in unserer Gemeinde, welches es endlich anzupacken gilt, denn hier wurden und werden die Eltern viel zu lange hingehalten.
Es ist dringend erforderlich, eine weitere Kindertageseinrichtung zu etablieren.
Erst im vergangenen Jahr hat die Gemeinde zwei vermeintliche Lösungsvorschläge präsentiert.
Beide konnten am Ende nicht umgesetzt werden. Mein Bestreben ist es, alle Möglichkeiten nochmals genau zu prüfen. Es kann nicht sein, dass umliegenden Gemeinden Lösungen finden, Machern aber lediglich darüber spricht.
Statt nur auf Zuzug neuer Einwohner zu setzen, müssen wir zunächst die passende Infrastruktur bieten.
Ein weiteres großes Problem ist der bauliche Zustand der Schule.
Dieser ist teilweise auf dem Stand von vor 40 Jahren. Wir müssen in die Zukunft von Machern investieren.
Wenn deutlich wird, dass wir in diesem Bereich infrastrukturell nicht gut aufgestellt sind, werden die willigen Zuzügler unsere Nachbargemeinden vorziehen.
Das betrifft auch das Thema Digitalisierung und Breitbandausbau, welcher gerade in Schulen wichtig ist. Derzeit gibt es keinen Haushalt.
Dieser ist für Fördermittel unerlässlich. Gerade für den sogenannten DigitalPakt Schule.
Das werde ich ändern.
Aber es gibt auch Fortschritte, die die Wählvereinigung erreichen konnte: Die Sanierung des Schulhofes haben viele Bürgerinnen und Bürger gewürdigt.
– Thema öffentliche Verkehrsmittel/ Infrastruktur?…

Was die Infrastruktur Macherns anbetrifft, sind wir grundsätzlich sehr gut aufgestellt, Wir befinden uns an einer Bundesstraße, der Autobahnzubringer ist nicht weit entfernt und wir stehen mit der S-Bahn-Anbindung Richtung Dresden und Leipzig im Bereich Mobilität sehr gut da.
Es gibt den Regionalbus und den Rufbus R66, der im festgelegten Gebiet in den Tarifzonen 141 und 142 flexibel auf Fahrgastwünsche reagiert.
Hier werde ich einen Ausbau anregen.
Einerseits für die Jugendlichen, die Freitags oder Samstags mal in die Diskothek oder ins Kino nach Stadt Leipzig fahren möchten, andererseits auch für unsere ältere Bevölkerung, die Erledigungen z.B. in Wurzen tätigen möchten.
– Einkaufsmöglichkeiten?…

Derzeit hat Machern zwei Einkaufsmöglichkeiten.
Ich werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten um einen Ersatz für den ALDI-Markt bemühen.
Vorstellbar ist sowohl eine große Unternehmenskette, ein regionaler Anbieter als auch ein Markt ausschließlich für BIO-Lebensmittel.
Allerdings möchte ich betonen: Unternehmen wie ALDI treffen ihre Entscheidungen aus wirtschaftlichen Gründen.
Keine Gemeinde, keine Verwaltung oder auch Bürgermeister hat auf Unternehmensentscheidungen zur Rentabilität und Wirtschaftlichkeit einen Einfluss.
– Naherholungsgebiete?…

Glücklicherweise findet unser Interview im schönen Schlosspark von Machern, im wieder hergerichteten Agnestempel statt. Dies ist ein Pfund von Machern und ich möchte alles tun, die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu fördern und zu erhalten.
Das betrifft sowohl den Schlosspark als auch das Schloss in Machern selbst. Seit mehr als 2 Jahren gibt es keine Lösung zum Brandschutz, was dazu führt, dass große Veranstaltungen (außer natürlich Wahlkampfveranstaltungen der CDU) ohne Sondergenehmigung und Aufgebot der Feuerwehr stattfinden dürfen.
Weiterhin fallen mir die Lübschützer Teiche ein. Auch ein wunderbarer Ort für Familien.
Doch leider ist der Zustand alles andere als einladend und modern.
Es wird derzeit ein neuer Pächter gesucht. Dies ist auf einem guten Weg.
Als Bürgermeister möchte ich mir selbst regelmäßig vor Ort ein Bild machen, mir Meinungen einholen und auch die Bürgerinnen und Bürger stärker in die Gemeindearbeit einbinden – Stichwort Bürgerbeteiligung.
Machern hat vieles zu bieten und diese Schätze müssen wieder glänzen.
Dafür setze ich mich ein.
– Parkplatzsituation im Wohngebiet Schloßblick?

Auch ein aktuelles Thema, welches zu Recht regelmäßig diskutiert wird. Gleichzeitig ist es ein komplizierteres Thema, denn aktuell gibt es keinen Raum für weitere Parkplätze.
Dennoch habe ich mir Gedanken gemacht und eine Idee entwickelt.
Ich weiß allerdings nicht, ob die sich ohne weiteres verwirklichen lässt.
Dies wäre dann eine meiner vordringlichen Aufgaben als Bürgermeister, mich darum zu kümmern, ob sich diese Idee so oder in ähnlicher Form umsetzen lässt.
– Haushalt/Schuldenabbau?

Die finanzielle Lage von Machern ist grundsätzlich paradox.
Einerseits sind wir eine der reichsten Gemeinden in Sachsen, andererseits auch eine der am höchsten verschuldeten.
Leider lässt sich das nicht miteinander verknüpfen.
Es ist nicht ohne weiteres möglich, die Einnahmen gegen die Schulden zu rechnen.
Alle, die etwas anderes versprechen, versprechen Luftschlösser.
Wir müssen beginnen, die Möglichkeiten, die sich uns bieten, zu nutzen.
Beispielsweise fällt mir da ein, im Gewerbegebiet Gerichshain, aber nicht nur dort, weitere Unternehmen anzusiedeln. Das wäre eine Möglichkeit, Steuern einzunehmen.
Sicherlich sind auch durch Bevölkerungszuzug weitere Einnahmen generierbar, nur muss dies behutsam geschehen und kann nicht zu Lasten der bereits in Machern oder den umliegenden Gemeinden wohnenden Menschen stattfinden.
Der Bereich Förderung muss viel stärker genutzt werden.
Unsere Nachbargemeinde Brandis macht es vor: Es gibt einige Fördertöpfe, die wir nutzen können.
Weshalb sind Sie der richtige Kandidat für das Amt des Bürgermeisters?

Wir sind Macher(n) ist eine unabhängige Wählergemeinschaft und nicht Zwängen unterlegen, wie es diese bei etablierten Parteien gibt.
Unsere Gemeinschaft ist noch gar nicht so alt und doch haben wir es geschafft in der letzten Gemeinderatswahl unsere Sitze von 2 auf 4 zu verdoppeln.
Das hat uns gezeigt: Die Gemeinde ist bereit für einen Wandel.
Die Gemeinde und die Ortsteile werden seit der Wende durch die CDU regiert, an den Folgen haben wir schwer zu schaffen. Deshalb braucht es einen parteiunabhängigen, pragmatischen und zukunftsorientierten Bürgermeister.
Diesen Hintergrund bringe ich mit und freue mich auf die Aufgaben, die vor mir liegen.
Gibt es von Ihrer Seite noch Wichtiges, was Sie den Machernern mitteilen wollen?

Mir ist wichtig, dass der Zusammenhalt zwischen den Bürgern, zwischen den Ortsteilen wieder viel mehr gelebt wird.
Ich erfahre und höre auch in der Vergangenheit, dass in den Ortsteilen immer wieder beklagt wird, dass es nur um Machern geht.
Dieser Eindruck muss bekämpft werden, wir müssen eine Einheit bilden, eine Gemeinschaft sein, so wie es vielleicht zur Tausendjahrfeier von Machern war oder wie das zu dem weniger schönen Ereignis des Hochwassers war.
Da wurde Zusammenhalt gelebt und dies gilt es, wieder in alle Ortsteile und zu allen Bürgern zu tragen, egal ob jung oder alt.
Ich danke Ihnen für das Gespräch!

Gern. Danke!

Das Interview führte Astrid Schubert.

Hier geht es zu den Interviews der anderen Kandidaten.

Karsten Frosch, CDU
Andrea Hesse, Bündnis `90/Grüne
Ingo Arndt, AfD.

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Zustimmung zu den Datenschutzbedingungen auf dieser Webseite.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: