Stürmische Sabine hält den Landkreis in Atem

Brisante Zeiten kommen heute auf uns zu, denn Sturmtief Sabine kommt angerast.
Zwischen 80 und 100 kmh Sturmböen wird es dabei von der Ostsee bis zu den Alpen geben.
Noch ist es ruhig, das wird sich jedoch im Laufe des Sonntags verändern, wenn der Wind im Nordwesten des Landes deutlich auffrischt.
Richtig turbulent kann es dann in der Nacht von Sonntag zu Montag werden. Aktuell befindet sich Sabine noch weit draußen auf dem Atlantik, südlich von Grönland und östlich von Neufundland.
Sabine zieht jedoch in Richtung Nordsee: Der Luftdruck sinkt, die Luftdruckunterschiede zwischen Nordsee und Alpenraum werden immens und haben Wind zur Folge.
In der Nordwest-Hälfte frischt der Wind deutlich auf und es wird zu Sturmböen kommen.
So richtig zu spüren ist das dann am Sonntag Nachmittag in den Mittelgebirgen.
Da sind schon einzelne Wind- oder sogar Sturmböen möglich.
In der Nacht kommt die Kaltfront von Sabine dann aus Nordwest und fegt übers Land.
Das wird eine ziemlich brisante Situation, denn dann sind Böen um 90 km/h möglich oder sogar orkanartige Böen bis zu 110 km pro Stunde.
Im Flachland gibt es ab Nachmittag so ungefähr 70 bis 90 km die Stunde, bis es dann zum Abend hin stärker orkanböenartig wird.
Wie weit der Wind aus der Höhe auf den Boden durchgreift, ist momentan noch unklar.
Sollte es so kommen, dass der Wind auf den Boden trifft, dann kann es passieren, dass Böen bis zu 120 kmh möglich sind, das ist volle Orkanstärke und wird so manchen wahrscheinlich um seinen Schlaf bringen.
In den Wäldern müsste dann mit massivem Windbruch gerechnet werden.
Das muss jedoch beobachtet werden, erst im Laufe des Sonntagabends kann dazu Genaueres gesagt werden.
Womit wir jedoch rechnen müssen, sind massive Einschränkungen im Berufsverkehr von Sonntag zu Montag. Durch umgestürzte Bäume kann es durchaus auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen, sodass Züge eventuell ausfallen und auch Straßensperrungen sind möglich.
Bleibt Sabine ein Wintersturm oder wird sie zum Orkan?
Das müssen wir wirklich noch ein bisschen abwarten.

Meteorologe Björn Goldhausen

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