Naunhof wählt heute einen neuen Bürgermeister – wer macht das Rennen?

Naunhof.
Fünf Kandidaten sind zur Bürgermeisterwahl angetreten, um Volker Zocher aus seinem Amt abzulösen und die Nachfolge anzutreten:
Anna-Luise Conrad (parteilos), Michael Eichhorn (Die Linke), Frank Stabler (FDP), Ute Blosfeld (AFD) und Jörn Köckritz (Grüne).
Heute ist es soweit und die Naunhofer können ihr neues Stadtoberhaupt wählen. Spannend schauen auch die Nachbargemeinden zu, nicht nur in Hinblick auf die AfD-Bürgermeisterkandidatin Ute Blosfeld.
Die Stadträtin aus Riesa stänkerte schon im Vorfeld herum, dass sie sinngemäß mit dem „Altparteienmüll“ nicht zusammenarbeiten wolle, so jedenfalls geistert es durch die sozialen Netzwerke.
Und was in Naunhof auf kommunaler Ebene klappt oder auch nicht, ist für umliegende Nachbargemeinden auf jeden Fall einen Blick wert.
Die Probleme sind überall ähnlich gelagert: Wie viel Geld wird wofür ausgegeben, ist davon überhaupt genügend da und wie könnten Fördermittel sinnvoll eingesetzt werden?…

Bild Schubert Medien

Die vergleichsweise junge Kandidatin Anna-Luise Conrad aus Naunhof, 31 Jahre alt, parteilos, aber mit großen Sympathien für die CDU, möchte endlich den Stillstand in der Stadt überwinden – durch ein Miteinander der Naunhofer. Auch sonst steht viel auf ihrer Agenda: Von altersgerechten Wohnungen, über dauerhafte Ärzteversorgung bis hin zu Lösungen in der Infrastruktur, des Nahverkehrs, der Sicherheit durch die Polizei und Angebote für Kinder und Jugendliche ist alles drin – nicht zu vergessen natürlich das Waldbad und das Naunhof Wirtschaftsstandort werden soll.
Im Grunde genommen sind es genau die Schwerpunkte, die eben ein Zusammenleben in so einer Kleinstadt ausmachen, was offensichtlich ihrer Ansicht nach vollkommen stagniert ist. Ob das so stimmt, mögen heute die Naunhofer beurteilen.
Sie selbst sieht sich als zielorientiert, dynamisch und engagiert.

Die AfD-Kandidatin Ute Blosfeld, eingangs schon kurz erwähnt, 51 Jahre alt und nicht wohnhaft in Naunhof, sondern Riesa, hat ein großes Ziel.
Sie will verhindern, dass der Haushalt von Naunhof nicht „in eine Schieflage gerät“ und lobt gleichzeitig, dass momentan genau dieser gut ausgeglichen ist.
Da sie aus Riesa käme, hätte sie einen neutralen Blick von außen auf die Stadt und zudem eine weibliche Sicht, was ihr Vorteile bringe. Somit sei sie als einzige Kandidatin eine Alternative zum bisherigen Einheitsbrei, so sinngemäß.
Handlungsbedarf in Naunhof? Kinderkrippen und Kindergärten, Schulsanierung der Grundschule, Wohnraum schaffen für die ältere Bevölkerung.
Die Kommunikation zu den Bürgern soll so laufen, dass regelmäßig Umfragen zu bestimmten Themen gestartet werden, eine Hotline für Bürgeranliegen dagegen sei zu aufwendig.

Michael Eichhorn (Linke), so wie seine Mitstreiterin Anna-Luise Conrad 31 Jahre alt und wohnhaft in Naunhof, will Naunhof voranbringen, weil sie ihm am Herzen liegt.
Er will zusammen mit den Ortsvorstehern zu Ergebnissen kommen – nicht nur reden, sondern auch Entscheidungen treffen, das sei ihm besonders wichtig ebenso wie eine Veränderung in der politischen Kultur. Damit seien auch Diskussionen gemeint, in der es um das Miteinander, nicht das Gegeneinander ginge, so Eichhorn sinngemäß.
Im Bereich öffentliche Einrichtungen dürfe nicht gespart werden und eine neue Turnhalle soll die Kleinstadt bekommen, Tarifverträge für die Mitarbeiter der Stadt seien sehr wichtig und altersgerechter als auch familienfreundlicher Wohnraum.

Frank Stabler (FDP), 37 Jahre alt und wohnhaft in Albrechtshain, und hat als oberstes Ziel die Bildungsstruktur auf dem Schirm. Sein Fokus liegt demnach auf Kindergärten, Naunhofs Schulen, Jugendhäuser und Familienzentren.
Der Grundschulausbau in seiner bisherigen Planung sei für ihn jedoch nicht umsetzbar und zum Scheitern verurteilt, da müssen seiner Ansicht nach andere Lösungen her.
Sparpotential im Haushalt sieht er in der Auslagerung des Waldbades, was er am liebsten vermieten oder verpachten möchte.
Interessant an dem Gedanken ist, wohin die vielen Kinder und Jugendlichen nachmittags baden fahren sollen, wenn sie aus ihren sanierten Schulen kommen. Aber ich bin mir sicher, Naunhof rockt das Problem irgendwie und findet einen Pächter.
Die Zusammenarbeit mit den Ortschaftsräten sieht Stabler als sehr wichtig, so wie sein Mitstreiter Eichhorn von der Linken will er viel mehr Kommunikation, Miteinander und zielgerichtete Diskussion.

Jörn Köckritz (Grüne), 48 Jahre alt, Naunhofer von Kindheit an und auch jetzt von in der Kleinstadt, will „Managen und Kommunizieren“. Verwaltung, Bürger, Stadtrat – Köckritz ist am wichtigsten eine gute Kommunikation und dafür habe er sich in der Vergangneheit auch schon zielstrebig eingesetzt. Die Bürgernähe sei besonders wichtig, weshalb es auf jeden Fall weiterhin Bürgersprechstunden, aber auch Ortsbegehungen geben solle.
Die Finanzen stabilisieren, Gewerbeansiedlung und – investition, Fördermittel besser ausschöpfen und ein klares Bildungskonzept für Naunhofs Schulen und eine neue Strukturierung des Verkehrskonzepts, darauf liegt der Fokus von Jörn Köckritz.
Die Stadt müsse mehr Einkommen generieren, denn momentan habe Naunhof zu wenig Gewerbeeinnahmen, so Köckritz zur Frage der Finanzen und des Einsparpotentials in Naunhof.
Für die Zukunft schwebt ihm außerdem eine naturnahe Seenlandschaft in der Umgebung vor und eine grüne Innenstadt.

Nun sind die Naunhofer gefragt. Heute entscheidet sich, wer in Zukunft Stadtoberhaupt in Naunhof wird. Es bleibt spannend!
Mehr zu den Kandidaten und ihren Hintergründen sind auch auf dem Medienportal Grimma nachzulesen, Interviews mit den Kandidaten führte Muldental TV.

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Zustimmung zu den Datenschutzbedingungen auf dieser Webseite.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: