Wie gehts weiter mit dem Protonentherapiezentrum Markranstädt?

Grafik: Stadt Markranstädt / »Forschungs- und Konsultationszentrum für ambulante Protonentherapie«
 

Markranstädt.
Gestern fand eine nicht-öffentliche Stadtratssitzung statt, deren Inhalt das Protonentherapiezentrum war.
Die Mitglieder haben intensiv diskutiert und sich mit dem aktuellen Stand auseinandergesetzt.
„Im Ergebnis werde ich mich mit Herrn Schenk in Verbindung setzen.“, so Bürgermeister Jens Spiske, „Ich bitte um Verständnis, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zum Inhalt der Diskussion sagen kann.“
Dem Projektentwickler des Protonentherapiezentrums Hans-Jürgen Schenk wurde schon vor Monaten eine Frist bis Ende Oktober gesetzt, um sich zum weiteren Fortgang des Projektes zu äußern.
Gestern dann sollte er dem Stadtrat Fragen beantworten, unter anderem, weshalb wieder die Frist nicht eingehalten wurde. Denn die ist schon seit einer Woche abgelaufen.
Bis dahin sollten die Verträge abgeschlossen, der Verkauf abgewickelt und die Geldangelegenheiten unter Dach und Fach sein.
Dieser Frist hatte Herr Schenk zugestimmt, nachdem wichtige Termine seit 2016 immer wieder verschoben wurden.
Solange ist das Vorhaben nun bereits Thema in Markranstädt.
Das 250 Millionen Euro teure Protonentherapiezentrum, in dem Krebs-Patienten behandelt werden sollen, ist jedoch bis heute noch nicht gebaut.
2017 scheiterte es an einem Erschließungsplan, der nicht beim Landkreis Leipzig vorlag, sodass der Spatenstich auf 2018 verschoben werden musste.
Auch die Beurkundung des Verkaufs liegt momentan noch nicht vor und soll bei einem Notartermin Ende November geregelt werden.
Ob Schenk diesen Termin wahrnimmt, bleibt abzuwarten.
Denn ebenso wie in Markranstädt war der Bau eines Protonentherapiezentrums in Halle a.d. Saale geplant; das Projekt wurde jedoch leztlich durch die Schenk Consulting nicht durchgeführt.
Die Webseite, die kürzlich noch Infos zu beiden Projekten lieferte, befindet sich derzeit im Wartungsmodus.
Schenk selbst hat bereits Anfang des Jahres angekündigt, dass er sich öffentlich nicht mehr zu dem Thema äußern wird.

(as) WLL

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