Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Tillich nun an Spitze des MIBRAG-Aufsichtsrates

Symbolbild von Herbert Aust auf Pixabay
 

Der Braunkohleriese Mibrag gab am Dienstag bekannt, dass Sachsens Ex-Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) neuer Aufsichtsratschef wird.
Laut der Plattform Abgeordnetenwatch sei Tillich dafür bekannt, dass er sich als damaliger Ministerpräsident Sachsens für die Kohleindustrie stark gemacht hat.
Er war dann jedoch Co-Vorsitzender der Kohlekommission – dem Gremium, welches für die Bundesregierung Vorschläge für den Kohleausstieg erarbeiten sollte.
Kritiker werfen Tillich vor, dass er in der Kommission beim Kohleausstieg kräftig auf die Bremse getreten habe und sich seine kohlefreundliche Haltung nun sogar bezahlen lässt.
Verwunderlich wäre es nicht. Die Kohleindustrie zahlt viel Geld an aktive und ehemalige Politiker:
Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in Nordrhein-Westfalen Gregor Golland kassierte bis zu 120.000 Euro im Jahr für einen Teilzeitjob beim Energieriesen RWE. Als Mitglied der Landesregierung war Golland dann mitverantwortlich für die umstrittene Räumung des Hambacher Forsts, in dem RWE Braunkohle abbauen wollte.
Der frühere Unions-Fraktionschef Volker Kauder bekommt als Berater des Bergbaukonzerns Saxony Minerals & Exploration AG eine monatliche Überweisung zwischen 3.500 und 7.000 Euro.

(AS) Redaktion Webnews Landkreis Leipzig

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