Die Wählervereinigung Wir sind Macher(n) zur Gemeinderatswahl: Konstruktive Lösungsansätze – Ehrlich, direkt, zielführend!

Die nicht mitgliedschaftliche Wählervereinigung Wir sind Macher(n) tritt auch in diesem Jahr wieder für die Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 in Machern an.
Die Wählervereinigung will Tradition mit Zukunft verbinden und an den Problemen innerhalb der Gemeinde Machern zielorientiert arbeiten.
Es soll dabei nicht um persönliche Befindlichkeiten der einzelnen Gemeinderatsmitglieder gehen, sondern um die Verpflichtung gegenüber den Einwohnern Macherns und seiner Ortsteile, für das Wohl der Gemeinde Entscheidungen zu treffen.
Die Wählervereinigung geht mit acht Kandidaten zur Gemeinderatswahl ins Rennen.
(Dr. Thérèse Goritzka, Michael Konecny, Torsten Fölsner, Thoralf Schilde, Sven Leune, Manfred Goritzka, Antje Schill, Saskia Karger)
Web News Landkreis Leipzig stellte schriftlich 12 Fragen zur Kommunalwahl an Wir sind Macher(n).
Die Antworten der Wählervereinigung unverändert und ungekürzt hier:

1. Ziele und Herausforderungen
Wofür tritt Ihre Partei/Wählerinitiative bei (Wieder-)Wahl in der kommenden Legislaturperiode ein?
Welche Ziele wurden zum Wohl der Gemeinde Machern in der letzten Legislaturperiode durch Sie umgesetzt?
Welche Schwierigkeiten gab es bei der Umsetzung der Ziele, was muss besser werden?

Wir sind Macher(n)
…möchte vor allem eine neue Kommunikationskultur etablieren, in der es nicht um persönliche Befindlichkeiten und Konfrontation innerhalb der Arbeit im Gemeinderat geht.
Vielmehr soll den Bürgerinnen und Bürgern Gehör verschafft, endlich politisch-sachliche Diskussionen geführt und zielführende konstruktive Lösungsansätze im Sinne der Macherner erarbeitet und umgesetzt werden.
In den vergangenen fünf Jahren haben wir verschiedene Themen angestoßen, die uns von den Bürgern aufgetragen wurden.
Die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Gemeinderates erwies sich als so schwierig, dass die Themen nicht sachlich besprochen werden konnten.
Dennoch haben wir es geschafft, ein großes Projekt „Die Sanierung des Schulhofes der Grundschule in Machern“ entscheidend mitzugestalten und umzusetzen.
Viele Projekte sollen folgen, doch dazu braucht es Mitglieder im Gemeinderat, die an einem Strang ziehen – für Machern.
Wir sind Macher(n) macht sich für eine lebenswerte Gemeinde stark:
Ein wesentlicher Programmpunkt ist die Familienfreundlichkeit verbunden mit ausreichenden Kinderbetreuungsplätzen.
Weitere wichtige Themen, die es anzupacken gilt, sind:
– Ein Ortsbild, das durch eine qualitativ hervorragende Grünpflege eine repräsentative Visitenkarte darstellt.
– Die Stärkung der lokalen Wirtschaft.
– Die Förderung von Tourismus, Kultur- Freizeit- und Sportangeboten sowie die Unterstützung eines engagierten Ehrenamtes.
– Ein lückenloses Glasfasernetz (FTTH – Glasfaser bis in die Wohnung des Kunden, Anm.d.Red.) für die gesamte Gemeinde.
– Eine Optimierung der Infrastruktur.
Wir sind Macher(n) steht zu Tradition und Kulturerbe:
Deshalb soll die Kirchbrücke in Püchau saniert werden und die historischen Ortskerne in Püchau und Machern erhalten bleiben.
Wir wollen ein jährliches Event einführen, welches der Gemeinde wieder zu einem überregionalen positiven Image verhelfen soll.
Ein Novum innerhalb des Wahlprogrammes ist die Einführung eines Einwohneretats.
Damit wollen wir die Demokratie vor Ort stärken. Die Bürgerinnen und Bürger sollen künftig auch mitbestimmen können, in welche Projekte Geld fließen soll.

2. Ortsteile
Wie werden in Zukunft die Ortsteile von Machern besser ins Gespräch gebracht/Belange ernst genommen?

Wir sind Macher(n):
Der beste Weg wäre natürlich, wenn Vertreter der jeweiligen Ortsteile in den Gemeinderat gewählt werden und somit direkt Anregungen, Probleme und Themen einbringen können.
Andererseits hatten wir bereits in der letzten Legislaturperiode angeregt, Ortsteilvertreter als Ansprechpartner zu gewinnen. Dies ist für einige Ortsteile gelungen, sollte aber für alle Ortsteile forciert werden.

3. Vernetzung/Internet
Wie stehen Sie zum Breitbandausbau in der Gemeinde Machern mit seinen Ortsteilen?

Wir sind Macher(n):
Wir stehen für ein Glasfasernetz und damit schnelles Internet für die gesamte Gemeinde.
Hierfür ist eine Kombination von gefördertem und privatwirtschaftlichem Ausbau nötig.
Machern hätte längst – wie die umliegenden Gemeinden Thallwitz, Brandis, Borsdorf und Trebsen – im Rahmen des privatwirtschaftlichen Ausbaus einen Großteil der Gemeinde an ein zukunftssicheres Glasfasernetz anschließen können. Dies ist bisher nicht geschehen.
Der Öffentlichkeit gegenüber wird seitens der CDU und FWG behauptet, dass durch das nunmehr angestrengte Förderverfahren die gesamte Gemeinde ausgebaut werden kann. Das ist FALSCH!
Nach aktuellem Stand können über die Förderung des Bundes und des Freistaats Sachsen nur ca. 30 % der Haushalte an ein Glasfasernetz angeschlossen werden.
Der Rest bleibt zurück, da die Fördermittel für diese Haushalte per Gesetz nicht verwendet werden dürfen.
Wir wollen verhindern, dass die Zukunft in Machern zweigespalten ist und setzen uns daher für beide Ausbaumodelle – also privatwirtschaftlicher und geförderter Breitbandausbau ein.
Unser Ziel ist es, dass alle Gemeindegebiete vom Fortschritt gleichermaßen partizipieren und der Rückstand, der gegenüber faktisch allen Nachbargemeinden im Landkreis in dieser Beziehung besteht, wieder aufgeholt werden kann.

4. Digitaler Wandel
Wie kann die Homepage der Gemeinde Machern attraktiver/moderner gestaltet werden bspw. Apps, aktuelle Informationen?

Wir sind Macher(n):
Eine Webseite stellt heutzutage das absolute Minimum der Präsenz einer öffentlichen Verwaltung im Internet dar. Prinzipiell sind wir der Ansicht, dass im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung jede Gemeinde über eine moderne und funktionale Webseite verfügen sollte.
Das umfasst sowohl den Inhalt, als auch das Design sowie ein responsives Webdesign für die mobile Nutzung.
Die Kommune sollte sich nach den Bedürfnissen der Bürger richten.
So sollte es die Möglichkeit geben, Behördengänge auch online zu tätigen, Formulare einzureichen, etc.
Machern muss auch da aufholen.
Sicher ist die Pflege von digitalen Kanälen mit Aufwand verbunden, der in der aktuellen Situation aus unserer Sicht nur durch eine Auslagerung dieser Dienstleistung, nach erfolgter Ausschreibung, erfolgen kann.
Auf längere Sicht wäre es sicher zielführend von Erfahrungen der Nachbargemeinde Brandis mit ihren Projekten im Rahmen der Innovationskommune (Ratsinformationssystem, Prozessmanagement, Bürger-App) zu partizipieren.
Auch eine Social Media Kommunikation der Gemeinde mit seinen Bürgern fehlt gänzlich.
Da ist uns die Gemeinde Bennewitz einen Schritt voraus.

5. Strukturwandel/Infrastruktur
Wie kann die Gemeinde Machern Ihrer Ansicht nach im Zuge des Strukturwandels wettbewerbsfähig bleiben? z.B. regionale Partnerschaften/ Kooperationen mit anderen Gemeinden, gute Anbindung durch ÖPNV an andere Gemeinden

Wir sind Macher(n):
Für die weitere zukunftsorientierte Entwicklung unserer Gemeinde wird es essentiell sein, Kooperationen mit Nachbarkommunen einzugehen. Dies nicht nur um bestimmte Aufgaben zu bündeln (z.B. vorbeugender Brandschutz, Wartung und Beschaffung von Computertechnik, Datenschutz, Fachkräfteakquise sowie Vergabe und Ausschreibungen von Leistungen) und damit Teile der Verwaltung zu entlasten, sondern auch effizienter und ökonomisch sinnvoller agieren zu können.
Wir stehen für einen Beitritt zur Region Partheland und einen Grundzentralen Verband mit Brandis und Borsdorf. Dabei geht es um die Nutzung gemeinsamer Synergien, Kompetenzbündelung und natürlich darum, deutlich sichtbarer und hörbarer insbesondere gegenüber Fördermittelgebern zu sein.
Auch eine gute regionale Vernetzung durch den ÖPNV kann nur in Kooperation mit den Partnerkommunen erreicht werden.

6. Familienfreundlichkeit
Was wird getan für junge Familien, wo Leipzig ja momentan rasant “wächst” und es viele Familien in ländliche Regionen wie unsere Gemeinde zieht? Kindergartenplätze, Schulen, Freizeitangebote u.ä.

Wir sind Macher(n):
Ein wesentlicher Programmpunkt in unserem Wahlprogramm ist die Familienfreundlichkeit verbunden mit ausreichenden Kinderbetreuungsplätzen, einer kinder- und familienfreundlichen Infrastruktur, eines attraktiven Schulstandortes und eines breitgefächerten Freizeitangebotes (Sportvereine, Musikschul- und Tanzangebote, Volkshochschulstandort, Bibliothek etc.).
Die Förderung von Tourismus, Kultur- Freizeit- und Sportangeboten sowie die Unterstützung eines engagierten Ehrenamtes gehören dabei selbstverständlich dazu.
Die Situation in der Gemeinde hinsichtlich ausreichender Kinderbetreuungsplätze ist derzeit angespannt.
Anhaltender Zuzug durch das Erschließen neuer Baugebiete einhergehend mit dem Versäumnis die Infrastruktur entsprechend voranzutreiben, wird die Gemeinde weiterhin vor massive Probleme stellen.
Es zeugt nicht von zukunftsorientiertem Denken, sich erst dann mit dem Thema Kinderbetreuungsplätze zu befassen. Das bloße Versprechen, in 3 Jahren eine neue Kindertageseinrichtung errichtet zu haben, löst diese Probleme nicht. Ideen, gemeindeeigene Grundstücke zu erschließen, zeitnah Fördermittelanträge zu stellen, um den Bau zügig voranzubringen oder Möglichkeiten bereits bestehende gemeindeeigene Immobilien umzunutzen, dürfen nicht tabu sein.

7. Vereinsleben
Wie können Vereine in unserer Gemeinde unterstützt werden?
Wie kann das soziale Miteinander in der Gemeinde gefördert werden?

Wir sind Macher(n):
Vereine können vor allem unterstützt werden, indem man das Ehrenamt stärkt und Projekte einzelner Vereine lösungsorientiert fördert und nicht aufgrund persönlicher Befindlichkeiten im Gemeinderat blockiert, sodass sie scheitern und man dadurch ehrenamtlich Tätige vor den Kopf stößt (z.B. Mühlteichprojekt des Regionalvereins).
Das jährlich stattfindende Fest der Vereine sollte sowohl seitens der Gemeindeverwaltung, als auch seitens des Gemeinderates maximal unterstützt werden, vor allem auch durch einen entsprechenden Ansatz im Haushaltsplan.
Dieses Fest sollte die Plattform für die Vereine sein, ihre Projekte vorzustellen und dadurch die Möglichkeit zu haben, andere Bürgerinnen und Bürger einzuladen, auch aktiv zu werden.
In diesem Rahmen wäre eine Würdigung ehrenamtlichen Engagements seitens der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates in Form einer Ehrung und Danksagung erstrebenswert.

8. Bürgernähe/Transparenz
Über welche Kanäle sollte die Bürgernähe gewährleistet werden, abgesehen von der öffentlichen Gemeinderatssitzung z.B. virtuelle Diskussionsplattformen, direkter Kontakt zu den Gemeinderäten via E-Mail, Beteiligung am öffentlichen Leben und an Veranstaltungen

Wir sind Macher(n):
Ein wichtiger Punkt in Bezug auf Bürgernähe ist eine funktionierende, aktuelle Homepage, wie unter Frage 4 erörtert. Dort sollten alle Termine der Ausschuss- und Gemeinderatssitzungen mit Tagesordnung und Uhrzeit veröffentlicht werden.
Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern via Homepage sollten zeitnah beantwortet und eine Verlinkung mit sozialen Netzwerken diskutiert werden.
Die Möglichkeit des direkten Kontakts mit den Gemeinderäten via E-Mail steht bereits zur Verfügung.
Um auch den älteren Mitmenschen die Möglichkeit der Information zu gewähren, sollten die vorhandenen Schaukästen/Bekanntmachungstafeln im Gemeindegebiet saniert und neue Standorte vor allem in den kleineren Ortsteilen etabliert werden.

9. Medienvielfalt
Wird es zukünftig offizielle Ansprechpartner für die lokale Presse geben oder/und Pressemitteilungen bereitgestellt werden? An wen kann sich die Presse wenden, außer durch Teilnahme an öffentlichen Gemeinderatssitzungen?

Wir sind Macher(n):
Ein offizieller Ansprechpartner seitens der Gemeindeverwaltung (Zuständig für Öffentlichkeitsarbeit) wäre wünschenswert und sollte dringend benannt werden.
Bezüglich der einzelnen gewählten Vertreter im Gemeinderat kann ich nur für unsere Wählervereinigung sprechen.
Auf unserer Homepage finden Sie alle Pressemitteilungen und Ansprechpartner.

10. Finanzierung
Welche Wege gibt es Ihrer Ansicht nach, den immensen Schuldenberg der Gemeinde Machern abzubauen und gleichzeitig wichtige Projekte zu finanzieren?

Wir sind Macher(n):
Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation gestaltet es sich extrem schwierig, den Schuldenberg zu verringern. Wichtige Projekte können nur durch maximale Ausschöpfung von Fördermitteln gestemmt werden.
Insgesamt müssen wir gemeinsam Wege finden, durch Kooperationen mit anderen Kommunen, Kosten im Rahmen der Verwaltungsarbeit zu sparen.
Andererseits müssen alle Ausgaben genauestens betrachtet werden, um Einsparpotenziale zu eruieren und Möglichkeiten einer besseren Finanzierung zu erarbeiten.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass wir als überschuldete Gemeinde dennoch als abundante Gemeinde zählen und die sogenannte Reichensteuer (Finanzausgleichsumlage) zahlen müssen.
Der Freistaat Sachsen verfügt über das restriktivste, unflexibelste sowie das mit der höchsten Abschöpfungsquote ausgestattete Finanzmodell aller deutschen Länder.
Das ist ungerecht. Hier sehen wir vor allem die etablierten Parteien in der Pflicht, politischen Druck auf die Landesregierung auszuüben, um eine Änderung zu erreichen.

11. Wahlwettkampf
Warum sollen die Bürger Sie wählen, was machen Sie besser als die anderen Wählerinitiativen/Parteien?

Wir sind Macher(n):
Wir sind ehrlich, bürgernah und stehen für einen wirklichen Neuanfang.
Frei nach dem Zitat von Barack Obama: „Es geht um euch. Ihr wisst, das größte Risiko bei dieser Wahl ist, dieselbe alte Politik mit denselben alten Mitspielern zu machen und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

12. Motto/Worte an die Bürger/eigene Anliegen
Wo sehen Sie die Gemeinde Machern bis 2025?

Wir sind Macher(n):
Geographisch:
In einer starken Region zwischen dem Mittelzentrum Wurzen und der Großstadt Leipzig
Politisch:
Hoffentlich endlich bürgernah, zielorientiert und miteinander arbeitend
Ökonomisch:
Stabilisiert
Familienfreundlich:
Mit ausreichenden Betreuungsmöglichkeiten für Jung und Alt; Mehrgenerationenhäusern als Begegnungsorten, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird;
als eine Kommune, wo nachbarschaftliches Miteinander gelebt wird;
als eine Fortschritt-Gemeinde mit lückenlosem Glasfasernetz im gesamten Gemeindegebiet

Das Interview von: Astrid Schubert / Schubert Medien
Facebook-Seite der Wählervereinigung Wir sind Macher(n)
Webseite von Wir sind Macher(n)
Beitragsbild: Wir sind Macher(n)

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