Kandidiert für die SPD Machern: Dr. Jürgen Piehler im Portrait – Der Schlosspark liegt ihm besonders am Herzen

Schlosspark Machern Bild: Schubert Text Medien
 

NACHGEFRAGT!

Machern.
Was diesen Ort, 18 Kilometer östlich von Leipzig ausmacht, ist ohne Zweifel sein wunderschöner Schloss- und Landschaftsgarten.
Die idyllische Parkanlage in der Gemeinde Machern ist mit ihren rund 237 Jahren eine der ältesten ihrer Art in ganz Mitteldeutschland.
Eine Urkunde belegt, dass 1782 im Auftrag des Grafen Karl Heinrich August von Lindau mit den Arbeiten am Park begonnen wurde.
Im Jahr 1799 war die Anlage dann fertiggestellt.
Auf Grundlage der Ideen von Christian Cajus Laurenz Hirschfeld, einer Koriphäe der damaligen sensiblen Gartenkunst, wurde die Gestaltung des Schlossparks vorgenommen.
Bis heute ist sein Talent bei einem Spaziergang in der Anlage zu spüren.
Diesen Zauber zu erhalten, sieht sich Dr. Jürgen Piehler in der Pflicht.
Vor rund vier Jahren zog der Assessmentberater in die schöne Gemeinde Machern und verliebte sich sofort in den Schloss- und Landschaftsgarten.
Er entschloss sich, in den Förderverein Schloss und Landschaftsgarten zu Machern e.V. einzutreten und engagiert sich seit Dezember 2017 aktiv für die Restauration des Agnestempels und die grüne Anlage im Allgemeinen.
„Mich begeistert das Gesamtkunstwerk des kulturhistorisch wertvollen Ensembles, in dem viel Potenzial steckt, dass es noch besser zu erschließen gilt und auch, weil mich Geschichte interessiert“, schwärmt er, als ich ihn beim Workshop der SPD in der Gaststätte „Fuchs“ (Lübschütz) treffe und mir einiges zu seinem Werdegang erzählen lasse.
„In der Arbeitsgruppe Chronik des Vereins haben wir schon eine erste Ausstellung erarbeitet. Auf der Mitgliederversammlung am 14.05.2019 wurde ich dann als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Dabei wurde auch die neue Satzung des Vereins bestätigt, die ich ausgearbeitet hatte“ beschreibt Dr. Jürgen Piehler im Zeitraffer die zweijährige Tätigkeit im Verein.
„Sicher haben der Vereinsvorstand und ich wichtige Anstöße für die nun am 20. Mai begonnene denkmalgerechte Rekonstruktion des Agnestempels gegeben, die Hauptarbeit aber leisteten Jens Spielvogel als Gutachter und die Gemeindeverwaltung, die alle notwendigen Anträge fristgemäß erarbeiteten, um die LEADER-Förderung zu bekommen.“

Piehler, der mit seinem Hut auf dem Kopf recht jugendlich wirkt, ist 65 Jahre alt, hat chemischen Maschinenbau in Moskau studiert, war vor der Wende als Projektingenieur und Bildungsstättenleiter im CLG Grimma tätig und promovierte nach einem Ökonomiestudium in Berlin zum Dr. oec. (Anm. der Red.: Doktor der Wirtschafts-/Verwaltungswissenschaften)
Er ist beruflich viele Wege gegangen, als Dozent bei privaten Bildungsträgern im kaufmännischen und IT-Bereich, als Projektmanager für Bildungsprojekte der BRD in Osteuropa und Ägypten und als Coach für Kleinunternehmer.
Er baute ein Seniorenprojekt in Leipzig auf, ist jetzt seit 4 Jahren Assessmentberater, Trainer und Ausbilder im Berufsförderungswerk Leipzig.
Der parteilose Piehler möchte alle diese Erfahrungen nun auf lokalpolitischer Ebene einfließen lassen und kandidiert erstmals für den Gemeinderat Machern auf der Liste der SPD.
Eine seiner Stärken liege im Erarbeiten von Konzepten, verrät mir der aus Leipzig Zugezogene.
Diese Kompetenz habe er unter anderem in seiner früheren Tätigkeit als Manager in internationalen Bildungsprojekten erworben.
Dort habe er auch gelernt, dass ein Team dann am erfolgreichsten ist, wenn die Mitglieder sich über das Ziel einig sind und ihre Interessen und Stärken Berücksichtigung finden.
Zur Pflege und Erhaltung des Parks und der allgemeinen lokalpolitischen Arbeit findet der agile Kandidat deutliche Worte:
„Schloss und Landschaftsgarten gehören der Gemeinde Machern. Für mich als Bürger dieser Gemeinde ist nicht recht erkennbar, welche langfristigen Entwicklungskonzepte die Gemeinde Machern hat, um die vorhandenen Potenziale in Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Sport stärker auszuschöpfen.

Agnestempel im Schloss- und Landschaftsgarten zu Machern (Bild: Daniel Gürgens)

Falls ich in den Gemeinderat gewählt werde, würde ich mich gern für eine gute Kommunikation und Kooperation zwischen Verwaltung, Unternehmen und Vereinen einsetzen, aber auch für mehr Transparenz als Voraussetzung aktiver Bürgerbeteiligung“, so Piehler.
Er fügt hinzu, dass es zwar sicherlich eine große Herausforderung für ihn sein wird, Beruf, private Anforderung einer Patchwork-Familie mit vier Kindern und sechs Enkeln und das Engagement für die Gemeinde sowie für den Verein unter einen Hut zu bekommen.
„Aber mit 65 Jahren habe ich genug Arbeits- und Lebenserfahrung gesammelt, um dies zu schaffen.“
Und ich glaube ihm jedes einzelne Wort. Dazu muss man das Strahlen in seinen Augen gesehen haben.

Interview und Recherche: Astrid Schubert / Schubert Text &Medien

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