Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) zur Gemeinderatswahl: Machern als attraktiver und familienfreundlicher Wohn- und Gewerbestandort

 

Die Freie Wählergemeinschaft Machern – kurz FWG – will zuerst die Hauptprobleme in der Gemeinde Machern lösen:
Eine solide und vorausschauende Haushaltspolitik soll her. Denn seit 2013 existieren laut FWG keine Jahresabschlüsse in der Gemeinde Machern.
Ein weiteres großes Ziel ist, wieder Struktur in die Gemeindeverwaltung zu bringen, dort sieht die FWG auch den Beauftragten des Landratsamtes, Andreas Dietze in der Verantwortung.
Der Glasfaserausbau für unterversorgte Gebiete und regionale Kooperationen mit anderen Städten/Gemeinden steht ebenfalls auf der Agenda.
Die FWG startet mit neun Kandidaten zur Gemeinderatswahl.
(Uwe Richter, Marcus Mühlner, Astrid Sonntag, Stefan Zocher, Annett Reh-Gauptys, Nicole Thenau, Uwe Kirchhof, Dieter Hainich, Manfred Schubert)
Web News Landkreis Leipzig stellte schriftlich 12 Fragen zur Kommunalwahl an die Freien Wähler Machern.
Die Antworten der Wählervereinigung unverändert und ungekürzt hier:

1. Ziele und Herausforderungen
Wofür tritt Ihre Partei/Wählerinitiative bei (Wieder-)Wahl in der kommenden Legislaturperiode ein?
Welche Ziele wurden zum Wohl der Gemeinde Machern in der letzten Legislaturperiode durch Sie umgesetzt?
Welche Schwierigkeiten gab es bei der Umsetzung der Ziele, was muss besser werden?

Die Freien Wähler wollen sich unter anderem für einen attraktiven und familienfreundlichen Wohn- und Gewerbestandort sowie für die Weiterentwicklung kommunaler Infrastruktur wie Kitas, Sportanlagen oder Glasfaserausbau für das gesamte Gemeindegebiet einsetzen.
Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Förderung eines reichhaltigen Vereins- und Gemeindelebens.
Dabei müssen in der kommenden Legislaturperiode jedoch erst die Hauptprobleme gelöst werden, bevor man weit voraus schaut.

Unsere Top 6 Themen:

  • Solide und vorausschauende Haushaltspolitik – seit 2013 existieren keine Jahresabschlüsse, weshalb die Gemeinde eigentlich handlungsunfähig ist
  • Die weitere Entschuldung der GBW (Gerichshainer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH, Anm. d. Red.), um diese handlungsfähig zu behalten
  • Personalsituation in der Gemeinde – hier muss aufgrund der vielen Personal- und Aufgabenwechsel wieder Struktur in die Verwaltung gebracht werden.
    Dazu ist die vom Beauftragten Herrn Dietze zu erarbeitende Personalstruktur eine grundsätzliche Voraussetzung.
  • Betreibung des Sportparks – Umsetzung des Betreiberkonzeptes zur Stabilisierung der Personalsituation und konzeptionelle Ausrichtung zur Förderung des Vereins- und Gemeindelebens.
  • Umsetzung des Baugebietes Machern II und Erweiterung der Infrastruktur, dabei liegt der Augenmerk vor allem auf dem KiTa-Neubau.
  • Sanierung der Püchauer Kirchbrücke als Kulturgut der Gemeinde.

Das Vorhaben Baugebiet Machern II konnte nach langem „Stillstand“ durch aktive Arbeit des Aufsichtrates um Uwe Richter und Manfred Schubert innerhalb von 9 Monaten auf den Weg gebracht werden, und ist jetzt umsetzungsreif.
Auch das Sportstättenentwicklungskonzept für die Sportstätten der Gemeinde Machern, welches als Grundlage für Fördermittel in Höhe von 180.000€ für den Sportpark Tresenwald diente, wurde federführend von den KandidatInnen der Freien Wählergemeinschaft, Astrid Sonntag und Manfred Schubert, erarbeitet.
Damit konnten nicht nur Fördermittel generiert und mit deren Hilfe der Kunstrasenplatz erneuert werden, sondern auch die Kosten für die aufwendige Konzeption in Höhe von mehreren Tausend Euro eingespart werden.
Mithilfe dieses Konzeptes wurde die Grundlage geschaffen, dass auch andere Vereine der Gemeinde Machern Förderung beantragen können.
Das sehr erfolgreiche Festwochenende zur 1000 Jahrfeier wurde maßgeblich von Uwe Richter, Astrid Sonntag und Manfred Schubert organisiert und geleitet.
Marcus Mühlner konnte sich gemeinsam mit dem Bürgerverein Machern Mitte e.V. und vielen Unterstützern für die Erweiterung / Sanierung der Spielplätze im Schloßblick über Sponsorengelder der Fanta Spielplatzinitiative einsetzen.
Mängel in der Schule Püchau konnten behoben werden.
Mithilfe der Aufsichtsräte der GBW konnten viele der Brandschutzauflagen für den Sportpark Tresenwald erfüllt werden. Diese Arbeit soll in der nächsten Legislaturperiode erfolgreich fortgesetzt werden.

Die Kommunikation und Zusammenarbeit der Gemeinderäte untereinander sowie mit und innerhalb der Gemeindeverwaltung muss besser werden.
Persönliche Befindlichkeiten sollten mit einer konstruktiven Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde Machern ersetzt werden.
Dafür könnte die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Aufsichtsräte der GBW – Uwe Richter (Vorsitzender), Martina Schröter (Stellvertreterin), Manfred Schubert (Mitglied), Karsten Frosch (Mitglied) und Detlef Keller (Mitglied) – ein sehr gutes Beispiel geben.

2. Ortsteile
Wie werden in Zukunft die Ortsteile von Machern besser ins Gespräch gebracht/Belange ernst genommen?

Die Freien Wähler:
Für die Einwohner besteht jederzeit die Möglichkeit, an Gemeinderatssitzungen teilzunehmen und ihre Belange direkt einzubringen.
Unabhängig davon stammen die Kandidaten aus unserem Team aus nahezu allen Ortsteilen der Gemeinde, sodass sie als Ansprechpartner vor Ort die jeweiligen Themen mitnehmen und vertreten können.
Die BürgerInnen können ihre Gemeinderäte jederzeit über die Internetseite der Gemeinde direkt per E-Mail kontaktieren.

3. Vernetzung/Internet
Wie stehen Sie zum Breitbandausbau in der Gemeinde Machern mit seinen Ortsteilen?

Die Freien Wähler:
Alle Bürger der Gemeinde haben einen Anspruch auf schnelles Internet.
Deshalb setzen wir uns für einen flächendeckenden Ausbau von Glasfaser für alle Ortsteile des Gemeindegebietes ein. Dabei stehen nicht die bereits sehr gut versorgten Gebiete im Vordergrund.
Wir wollen stattdessen zuallererst die unterversorgten Gemeindegebiete ausbauen und eine Gesamtnetz für das gesamte Gemeindegebiet aufbauen.
Es mag für manche BürgerInnen neu sein, dass die Ortsteile im Fokus stehen und nicht alle Anstrengungen auf Machern konzentriert werden…

4. Digitaler Wandel
Wie kann die Homepage der Gemeinde Machern attraktiver/moderner gestaltet werden bspw. Apps, aktuelle Informationen?

Die Freien Wähler:
Als Gemeinderäte sollten wir uns primär auf unserer Aufgaben konzentrieren.
Die Homepage ist das Kommunikationsmedium der Verwaltung, sollte aber dennoch dem Bürger die Möglichkeit geben, sich einfach und schnell über aktuelle Themen zu informieren.
Momentan ist die Seite unübersichtlich.
Aktuelle Infos sollten sofort zu sehen sein, eventuell können die Bürger auch durch bestimmte Umfragen, etc. eingebunden werden. Wir werden uns weiterhin aktiv zur Umsetzung moderner Kommunikationsstrategien einsetzen.

5. Strukturwandel/Infrastruktur
Wie kann die Gemeinde Machern Ihrer Ansicht nach im Zuge des Strukturwandels wettbewerbsfähig bleiben? z.B. regionale Partnerschaften/ Kooperationen mit anderen Gemeinden, gute Anbindung durch ÖPNV an andere Gemeinden

Die Freien Wähler:
Die Gemeinde Machern kann nur durch Kooperationen und regionale Partnerschaften wettbewerbsfähig bleiben.
Dazu soll und muss es mehr interkommunale Zusammenarbeiten geben.
Ein Schritt in die richtige Richtung war zum Beispiel zuletzt die Gründung der Breitband GmbH mit dem Landkreis und 30 Kommunen.
Außerdem sollte die Gemeinde Machern sich an dem interkommunalen Gemeindezusammenschluss in der Region Partheland aktiv beteiligen, da die teilnehmenden Kommunen auf diese Weise voneinander profitieren und Aufgaben teilen bzw. konzentrieren können.
In diesem Rahmen sollte außerdem die interkommunale Zusammenarbeit mit Brandis, Borsdorf und Naunhof ausgebaut werden.

6. Familienfreundlichkeit
Was wird getan für junge Familien, wo Leipzig ja momentan rasant “wächst” und es viele Familien in ländliche Regionen wie unsere Gemeinde zieht? Kindergartenplätze, Schulen, Freizeitangebote u.ä.

Die freien Wähler:
Hier steht für uns der Ausbau des Baugebietes Machern II im Vordergrund, dabei vor allem der Ausbau der Kinder-Infrastruktur mit neuer Kindertagesstätte, etc.
Dazu sollte der Ausbau der Sportplätze weiterhin im Vordergrund stehen, um hier im Freizeitbereich für alle Altersklassen attraktiv zu bleiben.

7. Vereinsleben
Wie können Vereine in unserer Gemeinde unterstützt werden?
Wie kann das soziale Miteinander in der Gemeinde gefördert werden?

Die freien Wähler:
Unter unserer Federführung wurde ein Sportstättenentwicklungskonzept für die Vereine der Gemeinde Machern erstellt.
Mit diesem konnte bereits der Kunstrasenplatz erneuert werden.
Für andere Vereine besteht auf Basis dieses Konzeptes ebenso die Möglichkeit auf Förderungen.
Als Unterstützung der Vereine muss vor allem das Ehrenamt weiter gefördert und gestärkt werden.
Vereinsvertreter sollten an einen Tisch kommen, wie es beim Runden Tisch der Vereine bereits durchgeführt wird. Deren Stimme muss jedoch noch gezielter in der Gemeinde ankommen, um Probleme zu klären und Wünsche effektiv anbringen zu können.
Das soziale Miteinander kann vor allem durch die Stärkung des Ehrenamtes gefördert werden.
Darin inbegriffen vor allem die Förderung der sozialen Rentnerbetreuung und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Angehörige der Feuerwehren, um die Tageseinsatzbereitschaft zu verbessern und zu gewährleisten.
Gemeinsame Veranstaltungen fördern das Miteinander.
Dabei müssen die Menschen in die Entscheidungsprozesse eingebunden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
Denkbar ist ein jährlich stattfindendes Gemeindefest, welches immer in einem anderen Ortsteil veranstaltet wird. Damit werden wiederum alle Ortsteile eingebunden, wodurch wiederum viel mehr Menschen darauf aufmerksam werden können, was wiederum das Miteinander fördert.

8. Bürgernähe/Transparenz
Über welche Kanäle sollte die Bürgernähe gewährleistet werden, abgesehen von der öffentlichen Gemeinderatssitzung z.B. virtuelle Diskussionsplattformen, direkter Kontakt zu den Gemeinderäten via E-Mail, Beteiligung am öffentlichen Leben und an Veranstaltungen

Die freien Wähler:
Die Gemeinderäte sind bereits über die Website der Gemeinde Machern direkt per Mail erreichbar.
Dazu kann die Bürgernähe auch virtuell über die Macherner Facebookgruppe gewährleistet werden.
Für uns ist jedoch der persönliche Kontakt wichtig.
Wir sind durch unsere Ehrenämter, ob als Trainer, in der Feuerwehr, bei Veranstaltungen etc. oft in der Gemeinde unterwegs und freuen uns über konstruktive Gespräche zum Wohle der Gemeinde!

9. Medienvielfalt
Wird es zukünftig offizielle Ansprechpartner für die lokale Presse geben oder/und Pressemitteilungen bereitgestellt werden? An wen kann sich die Presse wenden, außer durch Teilnahme an öffentlichen Gemeinderatssitzungen?

Die freien Wähler:
Der Kontakt zur lokalen Presse funktioniert seit Jahren einwandfrei.
Unabhängig davon sind die einzelnen Gemeinderäte jederzeit per Mail oder dem Kontaktformular über die Gemeindewebsite erreichbar.
Darüber hinaus kann man mit uns über unsere allgemeine Adresse fwg-machern@web.de Kontakt aufnehmen.
Die Gemeindearbeit steht für uns persönlich im Vordergrund, weshalb wir ungern mehr Zeit als nötig in Pressemeldungen, etc. investieren möchten.
Bei Bedarf können sich Pressevertreter natürlich jederzeit an uns wenden.

10. Finanzierung
Welche Wege gibt es Ihrer Ansicht nach, den immensen Schuldenberg der Gemeinde Machern abzubauen und gleichzeitig wichtige Projekte zu finanzieren?

Die freien Wähler:
Durch die intensive Aufsichtsratsarbeit, bei der mit Uwe Richter und Manfred Schubert zwei unserer Kandidaten maßgeblich beteiligt sind, konnte der immense Schuldenberg der GBW in den vergangenen Jahren bereits kräftig reduziert werden.
Ein weiterer Abbau funktioniert nur mit einer soliden Haushaltspolitik, in der keine Prestigeobjekte im Vordergrund stehen – die neue Außenanlage der Grundschule ist schön und sinnvoll, wenn jedoch die Fenster der Schule weiterhin kaputt sind, kann man über die Verteilung der Gelder streiten.

11. Wahlwettkampf
Warum sollen die Bürger Sie wählen, was machen Sie besser als die anderen Wählerinitiativen/Parteien?

Die freien Wähler:
In der FWG finden sich Bürger aus allen Berufen in allen Altersklassen  wieder.
Die Mischung aus neuen/ jungen Ideen verbunden mit Lebens- und Ehrenamtserfahrung in allen Bereichen des Gemeindelebens vereint unseren Anspruch, die Gemeinde Machern endlich wieder voran zu bringen.
Im Bereich des Sports hat es mit der Erarbeitung des Sportleitkonzepts, mit dem unter anderem der Kunstrasenplatz im Sportpark Tresenwald gefördert und gebaut werden konnte, bereits geklappt.
Weitere Aktivitäten sind in der Vorbereitung.
Unter Einbeziehung fach- und sachkundiger Bürger möchten wir auch weiterhin in konstruktive Zusammenarbeit mit dem gesamten Gemeinderat aktuelle Problemlagen und Zukunftsperspektiven angehen.

12. Motto/Worte an die Bürger/eigene Anliegen
Wo sehen Sie die Gemeinde Machern bis 2025?

Die freien Wähler:
Machern ist bis 2025 eine eigenständige und blühende Gemeinde, die durch die interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Kommunen in Verbünden Entwicklungspotenziale erarbeitet und umsetzt, wodurch die Verwaltungsarbeit optimiert wird.
Dabei wichtig ist das parteienübergreifende konstruktive Miteinander der Gemeinderäte, die zu einer weiterhin positiven Entwicklung beiträgt.

Das Interview von: Astrid Schubert / Schubert Medien
Facebook-Seite der FWG
E-Mail-Kontakt: fwg-machern@web.de
Beitragsbild: FWG Machern
vlnr. oben: Astrid Sonntag, Nicole Thenau, Uwe Richter, unten: Stefan Zocher, Manfred Schubert, Annett Reh-Gauptys, Dieter Hainich. Es fehlen: Marcus Mühlner, Uwe Kirchhof

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