Kolumne: In Machern ging es in den letzten Jahren drunter und drüber

Bald ist Gemeinderatswahl in Machern.
Am 26. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, zu den Wahlen zu gehen, um ihre Interessen im Gemeinderat vertreten zu sehen.
Jeder, der nicht wählen geht, verschenkt seine Stimme an „irgendeine“ Partei – und mal ehrlich: Das wäre doch schade?
In Machern gab es in den letzten Jahren viele Schlagzeilen, die so manchem sauer aufstießen.
Da gab es einmal von Anfang an großen Trubel um die 2014 neu gewählte junge Bürgermeisterin Doreen Lieder.
Diese geriet kurz nach ihrer Wahl schnell ins Schussfeuer und war schlussendlich seit 2014 fast fünf Jahre lang gefühlt jede Woche einmal in den Lokalnachrichten der Leipziger Volkszeitung zu lesen.
Ein Skandal jagte den nächsten, kaum eine gute Berichterstattung gab es über die idyllisch gelegene Gemeinde Machern mit dem traumhaft romantischen Schlösschen und dem angrenzenden einzigartigen Schlosspark.
Seitdem gibt es Unruhe in der Macherner CDU, dem Gemeinderat und der Verwaltung Macherns.
Mittlerweile überträgt sich diese Stimmung auch auf die Bürger.
Selbst im Internet und diversen lokalen Gruppen im Social Media macht der Streit nicht Halt.
Ob politisch motiviert oder einfach nur aus Unzufriedenheit über die gefühlte Stagnation – es haben sich offensichtlich richtige Lager in der Bevölkerung gebildet.
Manche „Pro- Bürgermeisterin“ – die momentan auf längere Sicht erkrankt ist – und manche radikal gegen jede Art von Meinungsäußerung für eine offene, moderne Gemeinde Machern. Manche Bewohner der einzelnen Ortsteile fühlen sich vernachlässigt oder benachteiligt, andere empfinden die bisherigen Lokalnachrichten als einziges negatives Presse-Gewitter.
So manche frustrierten Eltern monierten erst kürzlich die Entscheidung, Kindergartenkinder in der Grundschule einzuquartieren wegen des akuten Mangels an KiTa-Plätzen in der Gemeinde Machern.
Anderen missfällt, dass der einzigartige Schlosspark mit uralten Pflanzen und Bäumen nicht genügend gepflegt wird und auch in anderen Ortsteilen wie beispielsweise Püchau nicht genügend für den Erhalt alter Denkmäler und Brücken getan wird.
Ich habe mich zu vielen Themen umgehört und meinen Notizblock gezückt.
Recherche dauert jedoch seine Zeit. Denn an einem scheint es auf den ersten Blick der Lokalpolitik in Machern zu mangeln: Transparenz.
So jedenfalls werden Streitereien innerhalb des Gemeindewesens als Ganzes (inklusive Verwaltung und Bürgermeisteramt) von den Bürgern empfunden.
Und nicht nur das. So mancher Einwohner resigniert. Das ist erschreckend.
„Die machen doch eh, was sie wollen“ oder „Es geht nur um persönliche Befindlichkeiten“ wurde mehrfach geäußert.
Wer jedoch nicht zur Wahl geht, vergibt seine Stimme an „irgendeine“ Partei!!!
Deshalb ist es mir ein Anliegen, die Kandidaten zur Gemeinderatswahl vorzustellen, die auf meine 12 Fragen zur Kommunalwahl schriftliche Antworten gegeben haben.
Seid gespannt, wer für seine Wähler diese Fragen beantwortet hat!
Eine gute Woche euch allen,

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. mmhh. Die eigene Stimme geht nicht an irgendeine Partei, sondern an den Gewinner 😉 Diesen bestimmt man tatsächlich aber nicht selbst.

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