Markranstädt bekommt S-Bahn-Linie nach Leipzig

Bild von Thomas B. auf Pixabay
 

Markranstädt liegt schätzungsweise zehn Kilometer südwestlich vom Leipziger Zentrum.
Jedoch bisher fahren nur Regionalbahnen Richtung Leipzig und nicht eine S-Bahn.
Das soll sich bis spätestens 2022 ändern.
Der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) teilte mit, dass dann eine S-Bahn im Stundentakt die Fahrgäste ins Leipziger Zentrum bringen soll.
Doch weshalb erst 2022 und nicht am besten gleich?

Ein Eingriff in Leipzigs Stadtverkehr ist kompliziert.
Denn die S-Bahn nach Markranstädt müsste durch den 2013 eröffneten Leipziger City-Tunnel fahren.
Doch der ist völlig ausgelastet, signalisiert der Geschäftsführer Oliver Mietzsch vom ZVNL.
Die Lösung könnte darin liegen, eine der vier stündlichen Verbindungen von Grünau nicht durch den City-Tunnel zu führen, sondern die Bahnen von dort oberirdisch in den Hauptbahnhof einfahren zu lassen.
Dadurch würde die Verbindung einer geplanten neuen West-Linie durch den City-Tunnel frei, an die auch Markranstädt angebunden werden soll, so Mietzsch.
Eine weitere Herausforderung ist aber auch die Sanierung der Brücken über die Flüsse Elster, Luppe und Nahle, wenn es in Richtung Leipzig Leutzsch gehen soll.
Zunächst hat die Stadt Markranstädt jedoch erst einmal den längst geplanten Park&Ride Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs im Fokus.
Diese Parkplätze bieten Abstellmöglichkeiten für PKW für alle, die den ÖPNV nutzen.
Da die Nachfrage nach Wohnungen und Eigenheimen in Markranstädt hoch ist, muss sich auch die Infrastruktur mit entwickeln, ist sich der Bürgermeister von Markranstädt Jens Spiske sicher.
Die Fördermittel für den P&R Platz sind bereits beantragt.

Landrat Henry Graichen setzt sich ebenfalls für die Anbindung Markranstädts nach Leipzig ein und schließt sich der Meinung des Bürgermeisters an.
Der Umstieg von Auto auf Bahn gelänge nur über schnelle und komfortable Verbindungen im Schienenverkehr, äußert sich Graichen, der den Landkreis Leipzig im ZVNL vertritt.
/AS
Beitragsbild von Thomas B. auf Pixabay

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