Fuchshainer Ortsvorsteher Kinne von Naunhofer CDU ausgeschlossen

 

Der 42-jährige Vater von zwei Söhnen, Hermann Kinne, wurde am Montagabend vom Fuchshainer Ortschaftsrat zum Nachfolger des erst kürzlich verstorbenen Michael Pöhland gewählt.
Die Naunhofer CDU warf derweil Hermann Kinne aus der Stadtratsfraktion. Ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn wurde beantragt.
Doch worum gehts da eigentlich?

Beginnen wir damit, dass Jürgen Reichardt stellvertretend die Geschäfte für den kürzlich verstorbenen Ortsvorsteher von Fuchshain, Michael Pöhland weiterführte.
Doch das sollte nur eine Übergangslösung sein, weshalb ein neuer Stellvertreter gesucht wurde.
Der wiederum musste nicht zwingend Mitglied des Ortschaftsrates Fuchshain sein, um zum Ortsvorsteher gewählt zu werden.
Dem Rat gehören momentan nur noch vier Mitglieder an (alle FWG).
Das macht es bei Beschlussfassungen oft schwierig, denn mindestens drei anwesende Mitglieder braucht es für die Beschlussfähigkeit in Sitzungen.
Aus diesem Grund entschied sich Herrmann Kinne, derzeit stellvertretender Bürgermeister von Naunhof, als Ortsvorsteher den Fuchshainern zur Seite zu stehen bis zur nächsten Gemeinderatswahl am 26. Mai.
Der Naunhofer CDU-Stadtverband ist darüber mehr als verärgert.
Nachdem die Nominierungsveranstaltung für die kommende Kommunalwahl vorbei war, zog Kinne seine Kandidatur für Stadtrat Naunhof und Ortschaftsrat Fuchshain zurück. Zumindest als CDU-Kandidat.
Bei der Bekanntgabe des Gemeindewahlausschusses kandidierte er erneut für beide Posten, allerdings als Kandidat der FWG.
Die Stadtratsfraktion Naunhof beantragte daraufhin den Parteiausschluss aus der CDU und schloss ihn schlussendlich Ende März aus.
Vorsitzender Gerold Meyer erklärte, man könne nicht mit jemandem zusammenarbeiten, der auf einer ganz anderen Parteiliste stünde und somit gegen die Wahlvorschläge der CDU sei.
Kinne dagegen fühlte sich schon über ein Jahr von der Fraktion ausgeschlossen, wenn auch nicht offiziell.
Jedoch so lange schon soll er zu Sitzungen der Fraktion nicht mehr eingeladen worden sein.
Die Entscheidung, ihn aus der CDU auszuschließen, haben er auch nicht von der Fraktion, sondern vom Bürgermeister Naunhofs erfahren. Normalerweise wäre vor Parteiauschluss außerdem eine Anhörung nötig gewesen.
Weshalb er nicht mehr zu den Sitzungen eingeladen wurde, liegt als Info nicht vor.
Seit Erkrankung des Naunhofer Bürgermeisters Volker Zocher, den Kinne mehrere Monate vertrat, hatte es jedoch 2017/2018 immer heftigere Auseinandersetzungen in den Stadtratssitzungen zwischen Kinne und Abgeordneten der CDU gegeben.
Dabei habe Hermann Kinne als Stellvertreter entsprechend der Gemeindeordnung und damit absolut richtig gehandelt, stellte Volker Zocher in einem Interview mit der LVZ nach seiner Rückkehr ins Amt Anfang 2018 klar.

/AS
Beitragsbild von Steve Buissinne auf Pixabay

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